Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

Patientenbeauftragte der Bundesregierung: "Weiter Intensivkapazitäten aufbauen!"

Patietenbeauftragte Prof. Dr. Claudia Schmidtke
 
"An vielen Krankenhausstandorten wird bundesweit mit unglaublichem persönlichen Engagement der dringend notwendige Aufbau von zusätzlichen Intensiv- und Beatmungskapazitäten für eine bestmögliche Versorgung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten vorangetrieben. Dafür möchte ich allen Beteiligten ausdrücklich danken", erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, und appelliert jetzt, auf keinen Fall bei den Anstrengungen nachzulassen:
 
"Im Sinne der betroffenen Patientinnen und Patienten brauchen wir jedes Intensivbett und jedes Beatmungsgerät, das zusätzlich bereitgestellt werden kann. Mit den gestrigen Beschlüssen des Deutschen Bundestages stellt der Bund dafür erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Krankenhäuser sollten deswegen weiter alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Behandlungskapazitäten zu erweitern. Dazu gehört auch, das Personal entsprechend zu schulen."
 
"Für eine optimale Versorgung der COVID-19-Patientinnen und -Patienten ist zudem ein fundierter Überblick über die verfügbaren Intensiv- und Beatmungskapazitäten unerlässlich. Ich bitte daher alle Krankenhäuser eindringlich, das DIVI-Intensivregister intensiv zu nutzen", erklärt die Patientenbeauftragte weiter.
 
Das DIVI-Intensivregister (www.divi.de/intensivregister) wird von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Robert Koch-Institut (RKI) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) betreiben. Hier können Krankenhäuser die verfügbaren Beatmungsplätze, Intensivbetten und ihre derzeitige Belegung sowie Fallzahlen behandelter COVID-19-Patienten tagesaktuell melden.
 
"Laut den Organisatoren sind aktuell über die Hälfte aller rund 1200 Intensivstationen in Deutschland registriert. Das ist ermutigend. Ausgesprochen wichtig ist es aber, dass sich alle Krankenhäuser beteiligen. Denn nur, wenn die Daten möglichst vollständig vorliegen, entsteht der dringend notwendige Überblick über die aktuelle Auslastung und freie Kapazitäten. Das ist die Grundlage für eine optimale Koordination der vorhandenen Ressourcen", ruft die Patientenbeauftragte abschließend zur Teilnahme am DIVI-Intensivregister auf.