Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

Bad Boller Reanimations- und Notfallgespräche

Die Teilnehmer der Veranstaltung

Bereits zum 7. Mal fanden vergangene Woche die Bad Boller Reanimations- und Notfallgespräche statt. Die Veranstaltung wird einmal jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) und dem Deutschen Reanimationsregister organisiert.

Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke während ihres Grußwortes

Ziel der Bad Boller Reanimations- und Notfallgespräche ist es die die Notfallversorgung für Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand zu optimieren. Dazu wurden bereits 2014 "10 Thesen für 10.000 Leben" konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht, die seit dem jährlich weiterentwickelt werden.

Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke

In einem Grußwort dankte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, den Anwesenden für ihren beharrlichen und konstruktiven Einsatz zur Verbesserung der Überlebenschancen der betroffenen Patientinnen und Patienten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand: "Es ist auch der Verdienst der Bad Boller Reanimations- und Notfallgespräche, dass die Laienreanimationsquote in Deutschland von 18 Prozent im Jahr 2011 auf rund 40 Prozent im Jahr 2018 angestiegen ist und damit mehr als verdoppelt werden konnte. Als Patientenbeauftragte und auch als Ärztin ist es mir ein ausgesprochen wichtiges Anliegen, das Thema Reanimation - insbesondere durch Laien - noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wenn Passanten oder Angehörige im Ernstfall sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen würden, könnten jedes Jahr in Deutschland 10.000 Leben, in Europa geschätzt mehr als 100.000 Leben gerettet werden. Dabei ist es ganz einfach. Wir müssen den Menschen nur die Angst nehmen: Hauptsache, es wird mit einer Reanimation begonnen. Dabei kann Frau oder Mann nichts falsch machen."

Weitere Informationen darüber, was bei einer Wiederbelebung zu beachten ist, sind hier abrufbar: www.wiederbelebung.de/so-gehts/.