Patientenbeauftragte der Bundesregierung unterstützt den Tag des Patienten am 26. Januar 2020

Aktionstag setzt Barrierefreiheit im Krankenhaus in den Fokus

 
"Barrierefreiheit im Krankenhaus": Unter diesem Motto findet der diesjährige, bundesweite Tag des Patienten statt. Dabei werden Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland dazu aufgerufen, sich mit Infoständen, Vortragsveranstaltungen und/oder zeitweiligen Hotlines, beispielsweise zum Beschwerdemanager oder Patientenfürsprecher ihres Hauses, zu beteiligen.
 
Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, unterstützt den Tag des Patienten: "Barrierefreiheit ist eine zentrale Voraussetzung dafür, allen Patientinnen und Patienten einen ungehinderten Zugang zur medizinischen Versorgung zu ermöglichen", so Claudia Schmidtke. "Dennoch erreichen mich immer noch Beschwerden, dass längst nicht alle Krankenhäuser barrierefrei zu erreichen sind. Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten können Patientenfürsprecher und Beschwerdemanager im Krankenhaus dazu beitragen, die Patientenorientierung zu verbessern und somit Hürden beim Zugang zur medizinischen Versorgung abzubauen. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass der diesjährige Aktionstag nicht nur die Arbeit von Patientenfürsprechern und Beschwerdemanagern würdigt, sondern zugleich das wichtige Thema der Barrierefreiheit in den Mittelpunkt rückt."
 
Von der baulichen Barrierefreiheit über kurze Wege zum Beschwerdemanagement bis hin zu einer nutzerfreundlichen Website. Ziel ist es, Patienten und Angehörigen ein barrierefreies Umfeld im Krankenhaus aufzuzeigen. Dabei beschränkt sich das Motto bewusst nicht nur auf barrierefreie Wege in der Klinik, sondern bezieht darüber hinaus auch geringe Schranken beispielsweise in der Kommunikation und im Patientendialog mit ein.
 
Der Tag des Patienten hebt jedes Jahr die Rolle von Patientenfürsprechern und Beschwerdemanagern hervor, mit deren Hilfe ein gelungener Dialog zwischen Ärzten/Pflegern und Patienten/Angehörigen angestoßen wird. Als Schnittstelle zwischen Patient bzw. Angehörigem und Klinikpersonal nehmen sie im Konfliktfall eine Mittlerrolle ein und sorgen so für eine stetige Verbesserung der Krankenhausversorgung sowie für eine Stärkung der Patientenorientierung. Patientenfürsprecher und Beschwerdemanager klären Patienten jederzeit gerne über ihre Rechte auf - nicht nur am Tag des Patienten.
 
Der Patientendialog ist ein deutschlandweiter, ideeller Zusammenschluss verschiedener Verbände und Akteure der Gesundheitsbranche, maßgeblich getragen vom Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK) und dem Bundesverband Beschwerdemanagement in Gesundheitseinrichtungen e. V. (BBfG). Mit Plattformen wie dem Award Patientendialog und dem Tag des Patienten verfolgen die Verbände gemeinsam das Ziel, die Situation und Rolle der Patienten im Gesundheitswesen durch Information, Mitwirkung und Mitentscheidung zu stärken und zu verbessern.
 
Anmelden zum Tag des Patienten können sich interessierte Kliniken auf der Website www.tagdespatienten.de sowie über die Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Teilnahme ist kostenfrei. Unter www.tagdespatienten.de finden Interessierte auch eine Landkarte sowie eine Übersicht, welche Klinik in ihrer Nähe dabei ist. Organisiert und gestaltet wird der Tag des Patienten von der Gesundheitsagentur Visioness, die bei organisatorischen Fragen Ansprechpartner für teilnehmende Kliniken ist.