Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigte für Pflege

Entbürokratisierung in der Altenpflege erfolgreich eingeführt und Verantwortung an die Trägerverbände übergeben

Parl. Staatsekretärin Ingrid Fischbach während der Veranstaltung
Parl. Staatsekretärin Ingrid Fischbach

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Ingrid Fischbach hat heute in Berlin das erfolgreiche Entbürokratisierungsprojekt in die Verantwortung der Trägerverbände der Pflege übergeben. Mit dem Projekt www.Ein-Step.de wurde bundesweit in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eine vereinfachte Pflegedokumentation eingeführt. Damit wird die häufig von Pflegekräften in der Altenpflege beklagte Belastung mit Bürokratie auf ein vernünftiges Maß verringert. Das neue Dokumentationsmodell steigert die Arbeitszufriedenheit und Motivation von Pflegekräften und schafft mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen.

Dazu erklärt die Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte Ingrid Fischbach: „Das Projekt ist sicherlich das erfolgreichste Entbürokratisierungsprojekt in der Pflege, das es jemals gegeben hat. Darauf können alle Beteiligten stolz sein. Ich danke den Verbänden der Pflegebranche für ihr außergewöhnliches Engagement. Mit der vereinfachten Pflegedokumentation tragen wir zu verbesserten Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte bei. Das unsinnige Häkchen machen im Pflegebericht hat endlich ein Ende. Pflegende in Heimen und Pflegediensten werden handfest entlastet und gewinnen wieder mehr Zeit für ihre eigentlichen Pflegeaufgaben.
 
Zwar endet das Projekt der Pflegebevollmächtigten am 31. Oktober 2017, die konsequente Weiterführung der Entbürokratisierung durch die Trägerverbände werde ich jedoch auch darüber hinaus weiter politisch unterstützen. Ich appelliere an die Trägerverbände, die Umstellung auf die vereinfachte Pflegedokumentationen in den einzelnen Einrichtungen konsequent voranzutreiben. Auch langfristig sollte der bisherige Erfolg unserer gemeinsamen Anstrengungen nach Ablauf des Bundesprojekts gesichert sein. Deshalb kommt es jetzt darauf an, dran zu bleiben, weiterhin für das vereinfachte Modell zu werben und Einrichtungen bei der Entbürokratisierung zu unterstützen, damit Pflegekräfte sagen können: Ich arbeite gern, und zwar für die Pflegebedürftigen  - und nicht für Papier.“  
 
Das von der Pflegebevollmächtigten beauftragte Projektbüro der Iges Institut GmbH mit Frau Elisabeth Beikirch und Hans-Dieter Nolting hatte einheitliche Schulungsunterlagen erstellt, mehr als 800 Multiplikatoren der Trägerverbände geschult und die Schulungen der Medizinischen Dienste und Heimaufsichten unterstützt, Leitfäden erstellt und auf Bundesebene die Koordinierung der Unterstützung von Pflegeeinrichtungen übernommen. Sämtliche Bundesverbände der Pflegebranche sowie Bundesländer und Medizinische Dienste stimmten die Umsetzung regelmäßig in einem Lenkungsgremium eng miteinander ab. Bereits knapp jede zweite Pflegeeinrichtung in Deutschland nimmt an dem Projekt teil (Stand August: insgesamt 11.550 Einrichtungen in allen Bundesländern).
 
Auf der Veranstaltung „Mehr Zeit für die Pflege - durch Entbürokratisierung den Pflegealltag verbessern und Professionalisierung fördern - Perspektiven und Reflexion“ dankte die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach den beteiligten Kosten- und Einrichtungsträgern, Medizinischen Diensten, Ländern und Pflegewissenschaftlern für ihr großes Engagement bei dem gemeinsamen Projekt. In Anwesenheit ihres Vorgängers im Amt des Pflegebevollmächtigten, Minister Laumann, zogen die Verbände der Pflegebranche eine positive Bilanz. Pflegekräfte und Pflegewissenschaftler diskutierten, was zu tun bleibt, damit Pflegeeinrichtungen ihre Pflegedokumentation weiterhin konsequent umstellen und Pflegekräfte entlasten. Vor rund 300 Teilnehmern in der Katholischen Akademie Aquino stellten die Trägerverbände der Pflege ihr Konzept zur Fortsetzung der Entbürokratisierung vor. In ihrem Schlusswort übergab Frau Fischbach die Verantwortung für die Fortführung des Projekts an die Trägerverbände.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.patientenbeauftragte.de
und www.ein-step.de

Patientenrechte

Meldungen aus dem Bereich Patientenrechte

Sieben Terminservicestellen kaum erreichbar – so gelingt keine Arztvermittlung!

Symbolfoto Arzt

Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) zur Facharztterminvermittlung seien nicht erreichbar. Diese Beschwerden erreichen immer wieder die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach. Deswegen hat sie im Dezember 2017 mit ihren Mitarbeitern alle Terminservicestellen zu jeweils drei unterschiedlichen Zeitpunkten angerufen und musste dabei Licht und Schatten erfahren:

Sieben Terminservicestellen waren bei zwei von drei der Testanrufe während der Öffnungszeiten nicht erreichbar. Es kam entweder sofort eine Bandansage, dass alle Leitungen besetzt seien (KV Westfalen-Lippe) oder die Verbindung wurde sogar in der Warteschleife beendet, bevor ein Kontakt entstand (KV Berlin, KV Sachsen-Anhalt, KV Thüringen, KV Nordrhein, KV Hessen, KV Bremen).

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Krankenkassen lehnen zu oft Mutter/Vater-Kind-Kuren ab

Parl. Staatssekretärin Ingrid Fischbach - Foto: Laurence Chaperon
Parl. Staatssekretärin Ingrid Fischbach - Foto: Laurence Chaperon

Patientenbeauftragte nimmt Verantwortliche in die Pflicht

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Ingrid Fischbach hat heute Vertreter der Krankenkassen in einem Gespräch auf die Missstände im Genehmigungsverhalten bei Mutter/Vater-Kind-Kuren hingewiesen und angemahnt, dass die gesetzlichen Vorgaben umgehend von allen Krankenkassen eingehalten werden:

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Pflege

Meldungen aus dem Bereich Pflege

Acht Maßnahmen für ein Gesundheitssystem, das die Menschen wirklich in den Mittelpunkt stellt

Parl. Staatssekretärin Ingrid Fischbach
Parl. Staatssekretärin Ingrid Fischbach

 

Unser Krankenversicherungs- und Pflegesystem ist gut. Patienten und Pflegebedürftige in Deutschland erhalten eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung und haben weitreichende Wahlmöglichkeiten. Aus ihrer Arbeit weiß die Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Frau Ingrid Fischbach, aber auch, dass es in diesem System oft um viel Geld und Einfluss geht – Patienten und Pflegebedürftige geraten dabei allzu leicht aus dem Blickfeld. Deshalb fordert sie alle Beteiligten, vor allem aber die zukünftigen Koalitionäre auf, die Menschen wieder in den Mittelpunkt des Gesundheitssystems zu stellen. Dabei müssen besonders folgende Probleme angegangen werden:

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Entbürokratisierung der Pflegedokumentation jetzt in der Verantwortung der Trägerverbände der Pflege

Symbolphoto Pflege

Zum 1. November 2017 ist die Verantwortung für das aus Bundes-, Landes- und Mitteln der Trägerverbände finanzierte Projekt zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation von der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung auf die Trägerverbände der Pflege auf Bundesebene übergegangen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) sowie die übrigen Trägerverbände werden zukünftig das Ein-STEP-System, welches erfolgreich bereits in über der Hälfte der Pflegeeinrichtungen in Deutschland eingesetzt wird, gemeinsam steuern. Die wesentlichen Strukturen des bisherigen Projektes werden beibehalten. Die Pflegebeauftragte sowie das Bundesgesundheitsministerium übernehmen die Schirmherrschaft und werden weiterhin eine maßgebliche Rolle insbesondere im und über den Lenkungsausschuss zusammen mit den Trägerverbänden wahrnehmen. Ziel ist es zusammen mit den Bundesländern, dem GKV-Spitzenverband, den Medizinischen Diensten, den Berufsverbänden und den weiteren beteiligten Organisationen die Pflegekräfte und Einrichtungen von unnötigen bürokratischen Anforderungen zu entlasten. Dies soll geschehen, ohne die Qualität der Versorgung zu beeinträchtigen und um mehr Zeit für die Pflegebedürftigen zu ermöglichen. Die bisherige Projektleiterin und ehemalige Ombudsfrau für Bürokratieabbau, Elisabeth Beikirch, bleibt als Expertin und Beraterin für das Projekt erhalten.

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Entbürokratisierung d. Pflegedokumentation

Zur Projektseite Ein-STEP

 

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Die Patienten- und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hat die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland unterzeichnet.

Sie unterstützt, dass allen schwerkranken und sterbenden Menschen in Deutschland unabhängig von ihrem Aufenthaltsort ein gerechter Zugang zu einer ganzheitlichen Versorgung und einer würdevollen Betreuung ermöglicht werden kann.  

Banner Charta für Sterbende

 

Leitfaden "Wie finde ich eine gute stationäre Pflegeeinrichtung?"

Ratgeber Patientenrechte

 

PDF-Dokument

 

Diese und weitere Broschüren können Sie hier auch in gedruckter Form bestellen.

 

 

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