Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

„Wiederaufstieg“ – Ausstellungseröffnung und Diskussion mit Stefan Nimmesgern

Fotograf Stefan Nimmesgern, Prof. Dr. Claudia Schmidtke und Moderator Benedikt Göttert, Managing Partner serviceplan (v.l.n.r.).
Fotograf Stefan Nimmesgern, Prof. Dr. Claudia Schmidtke und Moderator Benedikt Göttert, Managing Partner serviceplan (v.l.n.r.).

Gern ist die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, MdB, vor einigen Tagen der Einladung in das „Haus der Kommunikation“ in Berlin gefolgt, um mit dem Fotografen und Bergsteiger Stefan Nimmesgern über das Thema Organspende zu diskutieren.

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„Healthcare live!“ in Kiel

Prof. Schmidtke zusammen mit dem Gastgeber des Kongresses, Herrn Prof. Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (2. V.r.) und den Veranstaltern Herr Dr. Grobosch  CEO des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (1.v.l.) und Herrn Fell, Geschäftsführer GS1 Germany GmbH (1.v.r.).
Prof. Schmidtke zusammen mit dem Gastgeber des Kongresses, Herrn Prof. Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (2. V.r.) und den Veranstaltern Herr Dr. Grobosch CEO des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (1.v.l.) und Herrn Fell, Geschäftsführer GS1 Germany GmbH (1.v.r.).

Unter dem Motto „Wissen schafft Wertschöpfung – den digitalen Wandel im Gesundheitswesen gestalten“ fand in Anwesenheit der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, MdB, vergangene Woche in Kiel die „Healthcare live!“ statt. In ihrem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung betonte die Patientenbeauftragte die großen Potentiale, die die Digitalisierung für eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten bietet: „Digitale Lösungen können ganz konkret dabei helfen, die medizinische Versorgung im Sinne der Patientinnen und Patienten leistungsfähiger und effizienter zu gestalten. Dabei ist die Digitalisierung jedoch kein Selbstzweck“, betonte Schmidtke. „Sie erhält ihre Daseinsberechtigung ausschließlich durch das Generieren von Nutzen für die Patientinnen und Patienten.“

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Patientenbeauftragte forderte Datensicherheit ein

Claudia Schmidtke: „Patienten müssen sich auf den Schutz ihrer Daten verlassen können“

Angesichts der Berichterstattung  über ungeschützt abrufbare digitale Patientendaten erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke:

„Ausgerechnet am ersten weltweiten Tag der Patientensicherheit wird bekannt, dass millionenfach sensible visuelle Patientendaten öffentlich zugänglich waren. Offenbar haben Krankenhäuser und Arztpraxen minimale Standards bei der Absicherung ihrer Daten nicht eingehalten. Das darf nicht sein! Gesundheitsdaten sind hochsensible Informationen. Die Patientinnen und Patienten haben ein Recht darauf, dass ihre Daten bestmöglich vor einem unrechtmäßigen Zugriff Fremder geschützt werden.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet enorme Potentiale, um z. B. durch neue Erkenntnisse über Krankheiten oder individualisierte Behandlungsoptionen die Patientenversorgung zu verbessern. Sie ist daher eine dringliche Aufgabe, die jedoch ohne das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in die Sicherheit der digitalen Angebote nicht gelingen wird. Digitalisierung muss eine stabile Grundlage haben: Dazu zählen als unverzichtbare Bausteine Patientenrechte und die Sicherheit digitaler Patientendaten. Der Patient ist Herr über seine Daten. Er oder sie allein entscheidet, wer die Daten einsehen oder nutzen darf. Es muss sichergestellt werden, dass die digitalen Patienteninformationen nicht gestohlen oder missbräuchlich verwendet werden könnten.

 

Einheitliche Datenschutzstandards, verschärfte Haftungsregelungen und die Berücksichtigung von Patientenrechten bei der Digitalisierung von Versorgungsleistungen müssen wir stärker als bisher einfordern. Alle Akteure des Gesundheitswesens sind aufgefordert, die Patientenrechte und die Patientensicherheit für das digitale Zeitalter fit zu machen. Ohne das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in das digitalisierte Gesundheitswesen wird es keine Digitalisierung geben. Wer wie ich die immensen Vorteile der Digitalisierung für unser Gesundheitssystem nutzen möchte, muss dies im Blick haben.“