Patientenbeauftragte Claudia Schmidtke: „Im Kampf gegen Aids nicht nachlassen!“

Gruppenfoto bei der Eröffnung des 9. Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress in Hamburg

Gestern wurde der 9. Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress in Hamburg unter dem Motto „Visionen & Wirklichkeit“ eröffnet.

In ihrem Grußwort auf der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses betonte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke: „Die Zeiten, in denen eine HIV-Infektion tödlich enden musste, sind vorbei. Dank moderner Medikamente kann heute verhindert werden, dass Aids ausbricht. Die Therapie ermöglicht in der Regel ein fast beschwerdefreies Leben und schließt aus, dass die Infektion übertragen wird. Das sollte jeder und jede wissen!“

Dennoch erkranken immer noch Menschen in Deutschland an Aids. Das liegt oft daran, dass viele Betroffene gar nichts von ihrer HIV-Infektion wussten. Andere haben keinen Zugang zu Testangeboten oder Medikamenten. Um diesen zu erleichtern, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im letzten Jahr HIV-Schnelltests zum freien Verkauf über Apotheken oder das Internet zugelassen. Zudem erhalten Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko einen gesetzlichen Anspruch auf eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP).

„Gleichzeitig dürfen wir im Kampf gegen Aids nicht nachlassen und müssen noch mehr Aufklärung betreiben, um bestehende Ängste vor der Infektion und die Stigmatisierung von Menschen, die mit HIV leben, abzubauen“, so Prof. Schmidtke weiter. „Ein tolles Beispiel ist die Kampagne `Wissen verdoppeln´ der Deutschen Aidshilfe, die ich ausdrücklich unterstütze.“

Weiteren Informationen zum Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress finden Sie hier: https://doeak2019.de/. Informationen zur Kampagne „Wissen verdoppeln“ sind hier zu erhalten.